Wer wir sind

Wir sind eine Einrichtung der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD). Zusammen mit anderen neu gegründeten Zentren versuchen wir, die Umsetzung der Ziele zu unterstützen, die für den Re-formprozess der EKD in der Programmschrift „Kirche der Freiheit“ festgehalten worden sind.

Auf der EKD-Synode in Leipzig 1999 hat sich die evangelische Kirche ihres missionarischen Auftra-ges neu vergewissert: Kirche hat nicht nur die Aufgabe der Mission, Kirche ist ihrem Wesen nach Mission. Das ZMiR will helfen, danach zu fragen, wie die verschiedenen Landeskirchen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen und mit ganz unterschiedlichen Prägungen dieser Aufgabe nach-kommen können.

Unser besonderes Augenmerk gilt dabei der Region als einer bisher noch zu wenig entdeckten Be-zugsgröße kirchlichen Handelns. Regionalisierung ist kirchlich eher ins Gerede gekommen und ist oft mit negativen Erfahrungen bei den Beteiligten behaftet: schwierige Fusionsprozesse, längere Wege und Ausdünnung der Präsenz vor Ort in den Gemein-den, Verzicht auf Nähe, Sparzwänge, die Zwangsvergemeinschaftungen vor Ort verursachen. Die Potentiale von „Region“ werden vor lauter Negativem kaum noch wahrgenommen.

Das ZMiR hat bis zum Jahr 2014 Zeit, um anhand der Begleitung und Entwicklung konkreter, exemplarischer Projekte missionarische Blaupausen zu entwickeln, die in möglichst unterschiedli-chen Regionen Deutschlands eingesetzt werden können. Das ZMiR stellt sich den geschilderten mentalen, sozialen und kulturellen Herausforderungen in ihrer ganzen Vielfalt und Unterschiedlichkeit. „Region“ und „Mission in der Region“ sind dabei für uns Inbegriffe der Wandlungen der modernen und postmodernen Lebenswelt und markieren die Herausforderungen, vor denen kirchliches Handeln und eine veränderte Kommunikation des Evangeliums stehen.

Region als Nachbarschaftsregion, etwa in „meinem“ Stadtteil, Region als Identitätsstiftender Raum mit gemeinsamer Sprache, verbindenden Traditionen und Überzeugungen, aber auch das Internet und seine kulturellen Räume, angefangen von seinen sozialen Netzwerken, bis hin zu wirtschaftli-chen Strukturen und Formatierungen von Arbeitswelt, schließlich mentale Regionen als Vorstel-lungsräume, in denen Menschen beheimatet sind. Wie kommuniziert Kirche die beste Botschaft aller Zeiten: die Botschaft Jesu von Gott als liebendem, uns unbedingt annehmenden, barmherzi-gen Vater in diese „Regionen“ und Lebenswelten hinein?


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